for your love

Scheißtag. Genug Grund, mal so richtig zu meckern. Wetter und so. Menschen und so. Aufmerksamkeitsdefizite und so. Aber ich könnte es auch anders betrachten, indem ich mich um 180 Grad drehe. Denn dann sehen Wetter, Menschen und Neurosen meinen Allerwertesten und ich schaue in das Gesicht von Dingen, die mich lächeln lassen. Mit Kugelschreiber geschriebene Erinnerungen auf dem Handrücken einer Praktikantin. In Zeiten von Smartphones, Skype und Apps etwas, das mich verzauberte. Dass es sowas noch gibt! Eine Freundin von mir, die aber ebenso uralt ist wie ich, macht sich Kreuzchen, und denkt dann tatsächlich an das, was sie nicht vergessen möchte. Ich wiederum schnipse bei dem Gedanken an solcherlei Dinge vor dem Einschlafen und denke intensiv an sie. Meistens kommen sie am nächsten Tag dann zu mir ins Hirn zurück – aber noch lange nicht immer. Und gerade dann, wenn man denkt, zurück zur Vergangenheit, schreibt mehr! (oder überhaupt wieder!) Karten! Briefe! Bücher! – aber: du zuerst! da bekomme ich Post, die nicht von Versicherungen meiner Wahl oder Banken, die mich wählen wollen, stammt. Achja, 180 Grad können eine Welt bedeuten. Und das laute Platschen des Regens könnte eine Brandung sein. Nur die Gänsehaut, die sich über meinen durch gestern sonnenverwöhnten Körper treibt, die muss ich mir noch schön reden. Doch dabei hilft die Wärme von vier Pfoten, die an einem Körper stecken, der sich immer schwerer in meinen Rücken drückt.


 

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