hanuta? hanuschni?

Ach schön. Heute war der Herr Krankengymnast wieder dermaßen im Übermut. Und es ist gefühlt IMMER hell. Ich freue mich jedes Mal auf´s Neue, dass der Winter und seine dauerhafte Trübsal in Dunkelheit überwunden scheint. Auch wenn ich immer noch mit dieser Aussage auf etwas dünnem Eis stehe, denn halbstündige Telefonate mit dem Nest über das bevorzugte Ostermenü kratzen noch an der Contenance. Wenn ich mich hier auf “Spargel” einige, wird umgehend auf die Zubereitungsart zielend eine weitere Frage gestellt. Es ist wirklich so, Kinder und Eltern entwickeln sich irgendwann umgekehrt äquivalent. Dennoch: Ich freu´mich. Auf den Plüsch und die Erzeuger und die Gülle im Emsland. Nur, um ihr gleich postwendend wieder den Rücken zu kehren, denn man soll ja immer gehen, wenn es am schönsten ist. Mache ich.

Der Krankengymnast also. Maschinensalvenverbensalat. Erzählte einen Witz. Benötigte dafür weit mehr Zeit als die Pointe hielt. Machte dies aber durch Performance wett. Auch die Tatsache, dass feine Details in Ruhe betrachtet keinen Sinn ergaben, konnten die Wirkung nicht schmälern. Denn meiner Meinung passt kein Mann in eine Herrenkommode, auch wenn die geschlechtliche Zuordnung der Kommode passig erscheint. Und wer kennt schon Geschichten, in denen zwei Männer, eine Frau und eine Straßenbahn Platz finden? Genau. MEIN Krankengymnast. Mittlerweile über Mitte 60 hinaus geschossen im quietschvergnügten Unruhestand wöchentlich mehr Bauchumfang aufbauend. Herrlich, ihm dabei zuzusehen und den Spaß zu empfinden, den die Schelmenmütze des Rentners so mit sich bringen kann. Es muss nämlich nicht immer Mecker und leberwurstgrau, es kann auch lachend und verschmitzt mit weit jüngeren Menschen flirtend sein. Die Weisheit des Alters hat durchaus ihren Reiz. So ist denn nun auch schon Mittwoch. Der Tag war anregend, brainstormend im besten Sinne und machte den Kopfschmerz, der mich seit acht Tagen treu an der Seite begleitet, vergessen. Irgendein Wirbel in der Kopfverlängerung muss an eine andere Stelle, so scheint es. Oder aber es sind die Stunden, in denen die Temperatur um 20 Grad in die Höhe hüpft und man die Chance beim Schopfe wieder greifen kann, weil die Hände wieder etwas fühlen. Mistkalt war’s heute morgen. Und klarhell ist die Sonne. I like – zumindest als Gesamtkonzept.

Thomas ist für Bildung, Enten legen Pausen ein und Hanuta heißt jetzt Hanuschni.

Anfang der Neunziger war MEINE Welt noch in Ordnung!


 

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2 Antworten auf hanuta? hanuschni?

  1. jeansrockhasserin sagt:

    … ich wurde bereits vor 4! (Geschrieben VIER) Wochen kontaktiert, welche Saftsorte ich denn an Ostern zu trinken wünschen würde… Nun ja, dann sauf ich mal an 2 Tagen durch 4 Liter flüssiges Obst… Der Hunger ist ja eh grad groß… *nichtwahr?

  2. kk sagt:

    in deiner “Verfassung” wird das wohl auch nicht besser werden die nächsten Wochen hehe :)

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